4 Möglichkeiten, ein Fahrrad mit dem Auto zu transportieren

Nur 2 Optionen für den E-Bike Transport

Für den Transport von Fahrrädern mit dem Auto gibt es vier verschiedene Möglichkeiten. Diese wollen wir Dir nachfolgend vorstellen und die Vor -und Nachteile beleuchten. Für technische Daten und Preise der jeweiligen Transportsysteme nutzen wir die Angaben der Firma Thule, da diese nicht nur einer der Marktführer für Transportsysteme am Fahrzeug ist, sondern auch regelmäßig die Ranglisten beim ADAC Sicherheitscheck anführt.

Transport im Auto

Kofferraum auf, Fahrrad rein, Kofferraum zu und los geht es. Dies ist die vermeintlich einfachste und günstigste Variante, Dein Fahrrad zu transportieren. Sobald Du jedoch Gepäck dabeihast, mehr als 2 Leute mitfahren, Dein Auto ein Kleinwagen ist und Du keine Kratzer an Auto oder am Fahrrad haben möchtest, ist diese Variante für Dich ungeeignet. Gerade auf längeren Strecken raten wir Dir schon aufgrund des Sicherheitsaspektes von dieser Methode ab.


Transport mit Heckträger

Für den Transport am Heck benötigst Du einen Pkw mit einem dafür geeigneten Heck oder einen Kleinbus. Diese Variante ist für maximal zwei Fahrräder geeignet. Ein Fahrrad darf dabei nicht mehr als 15 kg wiegen. Während die meisten hochwertigen Fahrräder dieses Gewicht einhalten, gibt es nur sehr wenige E-Bikes, welche hierfür infrage kommen. Diese befinden sich im Preissegment von 3000 € aufwärts und beschränken sich auf wenige Modelle, die beispielsweise Carbonrahmen besitzen.


Transport auf dem Dach

Für den Transport auf dem Fahrzeugdach kommen fast alle Autos infrage. Ein passendes Trägersystem ist schnell gefunden. Dies kann sowohl für den Wintersport als auch für den Sommer genutzt werden. Meistens besteht es aus einer Klemmvorrichtung, um den Fahrradrahmen zu fixieren und einer Schiene, an welcher die Räder mit Hilfe von Bändern festgezurrt werden. Das Verankern der Bikes auf dem Dach sollte zu zweit erfolgen, da das Hochheben und das gleichzeitige Einfädeln der Räder Kraft und etwas Übung benötigt. Einmal auf das Dach aufgesetzt, kann das Fahrrad sicher befestigt werden. Besitzt man ein Fahrrad mit Carbonrahmen, so sollten die Befestigungssysteme auf Kompatibilität geprüft werden. Darüber hinaus unterscheiden sich die Systeme im Hinblick auf das Maximalgewicht: Meist sind diese für ein Fahrradgewicht von höchstens 20 kg zugelassen.

Für die Reise mit diesem Fahrradtransportsystem sollte der höhere Spritverbrauch beachtet werden. Außerdem ist die ungewohnte Fahrzeughöhe bei der Einfahrt in die Tiefgarage schon einigen zum Verhängnis geworden. Kleiner Tipp: Um dies zu verhindern, könntest Du Dir eine Gedächtnisstütze in Form eines Aufklebers an der Scheibe anbringen.


Transport auf der Anhängerkupplung

Einmal zusammengebaut, wird das Transportsystem von Thule auf den Kugelkopf der Anhängerkupplung aufgesetzt und an die zugehörige Steckdose angeschlossen. Für den Transport von Fahrrädern mit diesem System muss die maximale Stützlast der Anhängerkupplung beachtet werden. Diese findest Du in den Fahrzeugpapieren. Bitte beachte, dass neben dem Fahrradgewicht auch das Gewicht des Fahrradtransportsystems hinzugerechnet werden muss. Des Weiteren darf das Maximalgewicht je Fahrrad nicht überschritten werden. Diese Begrenzung findest Du in den Papieren des Fahrradträgers. Bei Thule ist ein Maximalgewicht je Fahrrad von 30 kg zugelassen. Wir empfehlen Dir außerdem darauf zu achten, dass der Träger weggeklappt werden kann, sodass man noch an den Inhalt des Kofferraums kommt.

Dieses Transportsystem ist im Vergleich zu den bereits vorgestellten Möglichkeiten das Preisintensivste. Weitere Kosten entstehen durch ein zusätzlich notwendiges Nummernschild und die eventuell noch anzuschaffende Anhängerkupplung. Für die Nachrüstung einer Anhängerkupplung sollte man mit Kosten von circa 1000 € rechnen.

Für das Handling während der Fahrt sollte man wissen, dass die Einpark-Sensoren an der hinteren Stoßstange deaktiviert sind und die zusätzliche Länge beachtet werden muss.

Zusammenfassung und Konsequenzen für E-Bike Transport

Transportvariante

Preis

max. Fahrradgewicht je Träger

zusätzlicher Spritverbrauch

im Auto

/

keine Einschränkung

+

auf Heck

bis 15 kg möglich

++

auf Dach

€€

bis 20 kg möglich

+++

auf AHK

€€€

bis 30 kg möglich

++

Der Langstreckentransport eines E-Bikes ist aufgrund des Gewichtes nur auf zwei Möglichkeiten begrenzt: Entweder erfolgt die Mitführung des E-Bikes auf dem Dach oder auf der Anhängerkupplung. Sollte bereits ein Dachträger vorhanden sein, wird ein leichtes E-Bike mit einem Maximalgewicht von 20 kg notwendig. Viele herkömmliche E-Bikes können diese Gewichtsvorgabe nicht erfüllen. Gibt es allerdings gut erhaltene Fahrräder im Haushalt, so lohnt es sich, über deren Nachrüstung mit dem Pendix eDrive nachzudenken. Der Akku des Pendix eDrive Systems ist einfach abzunehmen, sodass nur das Gewicht der fest verbauten Komponenten wie Motor und Akkuhalter zum Fahrradgewicht hinzugerechnet werden muss. Dieses beläuft sich auf circa 4,3 kg (System ohne Akku). Die meisten hochwertigen Fahrräder liegen bei einem Gewicht von ca. 15 kg, sodass inklusive Pendix System ein E-Bike von unter 20 kg entsteht und dadurch der Transport auf dem Fahrzeugdach möglich ist.

Solltest Du bereits eine Anhängerkupplung besitzen, so ist ein entsprechendes Fahrradtransportsystem eine echte Alternative zum Transport auf dem Dach. Die einfachere Handhabung und der geringere Spritverbrauch sprechen trotz höherem Anschaffungspreis für diese Variante. Aber auch hier kann das Gewicht des E-Bikes eine wichtige Rolle spielen, insbesondere wenn mehrere Fahrräder bzw. E-Bikes auf der Anhängerkupplung transportiert werden sollen. In diesem Fall lohnt es sich ebenfalls, über die Nachrüstung eines leichten und hochwertigen Fahrrads zum E-Bike nachzudenken, um das Handling zu vereinfachen und die maximale Stützlast der Anhängerkupplung (Gewicht Fahrräder und Transportsystem) nicht zu überschreiten.